Tagebuch — OLLEROSEL.WTF

Kategorie2. Biografie

2002-06-01 – Mein erstes Webprojekt

(C) ollerosel.de

Meinen ersten Rechner (den ich mir zum 50. Geburtstag zugelegt hatte) hatte ich beim Auszug aus der ehelichen Wohnung nicht mitgenommen. Mit der Anschaffung eines neuen Rechners im Juni 2002 konnte ich dann mein erstes Webprojekt in Angriff nehmen.

Die Idee zu diesem Projekt ist entstanden, als ich feststellte, dass es viele Menschen gibt, die in einer sogenannten „1er-WG” leben. Im Internet fand ich bei meinen Recherchen zu diesem Thema überwiegend Sex-Angebote, Partnerbörsen und juristische Informationen.

Ich suchte jedoch ganz die banalen Dinge des Alleinlebens. Das gab mir den Anstoß, dieses Projekt mit dem Untertitel „Allein – was nun?” zu starten.

Das Projekt versucht, die „kleinen und großen“ Dinge des Alltags zweckmäßig zu organisieren, bei der Zeiteinteilung für Beruf, Haushalt und Freizeit zu helfen und positive Denkanstöße zur Erlangung der inneren Zufriedenheit zu geben.

Viele von mir geführte private Gespräche wurden neutral und anonym in dieses Web-Projekt eingebaut, da mein Eindruck war und ist, dass dieses Thema meist von den Betroffenen ganz allein im stillen Kämmerlein mehr erduldet als verarbeitet und bewältigt wird.

Das Web-Projekt „1er-wg.de” sollte einige Anregungen geben, das Alleinsein zielgerichtet und positiv zu gestalten.

2001-10-21 – Partnerschaft

Seit meiner Trennung habe ich immer den Kontakt zu anderen Menschen gesucht und auch gefunden.

Daraus ist ganz behutsam eine neue Beziehung entstanden und bin sehr glücklich dabei. Wir haben jeder unsere eigene Wohnung und verbringen unsere Wochenenden und Urlaube zusammen. Jeder ist für seinen eigenen Haushalt verantwortlich und die Zeit zusammen ist dann nur von den schönen Dingen des Lebens geprägt. Beide können auch loslassen und den anderen sein „Eigenleben“ leben lassen – natürlich ohne irgendwelche Dummheiten zu machen. Die Lebensform (oder Lebensart), die ich damit gefunden habe, funktioniert jedoch nur mit sehr viel Vertrauen und man partizipiert davon, dass jeder Partner sich – ganz für sich allein – weiterentwickeln kann. Keiner möchte den anderen umerziehen oder umformen.

2001 – Frauengeschichten

Neugierig wie ich bin, antwortete ich auf verschiedene Kontaktanzeigen und habe auch selbst Anzeigen aufgegeben. Im Laufe eines halben Jahres traf ich mich dann mit den ebenfalls suchenden Ladies: Erika, Gabi, Linda, Maria, Marlies, Ilona, Anna, Renate, Marlis, Sylvia, Cordula, Christa, Dagmar, Sigrid, Hannelore und Marita.

Bei meinen Begegnungen stellte ich fest, dass das Single-Dasein meist von den Betroffenen ganz allein im stillen Kämmerlein mehr erduldet als verarbeitet und bewältigt wird und dass es sehr viele kaputte Menschen gibt.

2001 – Inventar 1er-WG

(C) ollerosel.wtf

Irgendwann habe ich dann mein Anfangs-Inventar der 1er-WG notiert und (zum besseren Verständnis) alles in Euro umgerechnet. Danach beträgt der Wert des Inventars 2.118,59 € plus meiner persönlichen Sachen wie Kleidung etc.

2001-05-31 – 1er-WG 1.0

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Nun sitze ich da, in einer übersichtlich eingerichteten Wohnung – mit Schlafcouch, Tisch, Regal und Kleiderschrank. Und es hatte sich in der Zeit, in der ich im Hotel wohnen musste, ein Berg schmutziger Wäsche angesammelt.

Also spuckte ich in meine Hände, bestellte mir im Versandhandel eine Waschmaschine und einen Kühlschrank. Nebenbei kaufte ich mir einen preiswerten (billigen) kartonverpackten Küchenblock und so ganz banale Haushaltsdinge, wie Waschpulver, Wäscheklammern, Bügeleisen, Bügelbrett, Kleiderbügel, Schlafsack, Decke, Glühlampen, Geschirrspülmittel, Spüllappen, Geschirrhandtücher, Kaffeemaschine, Plastikgeschirr, Plastikbesteck, Wecker, Staubsauger, Putzeimer, Schrubber, Aufnehmer, Fußmatte, Allzweckreiniger, Badreiniger, Toilettenreiniger, Toilettenpapier, Duschvorhang, Handtücher, Putzschwamm, Ledertuch, Staubtuch, Besen, Kehrblech, Handfeger, Schuhputzzeug, etc.

1995 – Schuldenabbau

(C) ollerosel.wtf

Nachdem wir nochmals (zum letzten Mal) einen Kredit zum Schuldenabbau aufgenommen haben, mussten die Ausgaben kräftig reduziert werden. Dazu hatte ich im Keller ein Vorratslager mit Lebensmitteln und Haushaltsdingen eingerichtet und eine Liste für den Wocheneinkauf zusammengestellt. Damit konnte man (dank Excel) schon vor dem Einkauf die Summe der Ausgaben sehen und die Einkauftsliste entsprechen abändern.