Tagebuch — OLLEROSEL.WTF

SchlagwortHotel

2019-05-31

Vor genau 18 Jahren (2001) habe ich im heutigen Heimatkaff eine Wohnung gefunden und bezogen – meine 1er-WG 1.0 mit 37,07 m² und einer bezahlbaren Miete. Da saß ich dann in meiner übersichtlich eingerichteten Kemenate – mit Schlafcouch, Tisch, Regal, Kleiderschrank und sonst nichts.

Es hatte sich in den 8 Tagen, in denen ich im Hotel wohnen musste, ein Berg schmutziger Wäsche angesammelt, die gewaschen und gebügelt werden mussten. Also spuckte ich in meine Hände, bestellte mir im Versandhandel eine Waschmaschine und einen Kühlschrank. Nebenbei kaufte ich mir so ganz banale Haushaltsdinge, wie Waschpulver, Wäscheklammern, Bügeleisen, Bügelbrett, Kleiderbügel, Schlafsack, Decke, Glühlampen, Geschirrspülmittel, Spüllappen, Geschirrhandtücher, Kaffeemaschine, Plastikgeschirr, Plastikbesteck, Wecker, Staubsauger, Putzeimer, Schrubber, Aufnehmer, Fußmatte, Allzweckreiniger, Badreiniger, Toilettenreiniger, Toilettenpapier, Duschvorhang, Handtücher, Putzschwamm, Ledertuch, Staubtuch, Besen, Kehrblech, Handfeger, Schuhputzzeug, etc. – es war eine harte, aber lehrreiche Lebenserfahrung.

2019-05-24

Heute auf den Tag genau seit 18 Jahren bin ich Rheinhauser. Christi Himmelfahrt 2001 war die einmalige Chance (Trennung und Auszug aus der ehelichen Wohnung), die ich Ende Januar 2001 ergriffen habe, vorbei und ich wohnte plötzlich im Hotel im heutigen Heimatkaff. Im Nachhinein war die (nur 4 Monate dauernde) Beziehung von Anfang an zum Scheitern verurteilt und ich bin in ein tiefes Loch gefallen. Dann habe ich gezwungenermaßen das gemacht, was ich seit meiner Trennung von Anfang an vorhatte – mir eine eigene Wohnung zu suchen.

Nach dem monatelangen Pausieren wegen der Augen-OPs bin ich heute zum ersten Mal wieder zum Reha-Sport gegangen. Morgen werde ich dann wohl einen ausgewachsenen Muskelkater haben.

2001-05-24 – Himmelfahrt

Die im Januar begonnene Achterbahnfahrt geht weiter. Die neue Beziehung ist zu Ende, ich fliege aus der Wohnung und lande mit zwei Koffern in einem Hotel am linken Niederrhein. Zurück in die eheliche Wohnung wollte ich nicht. Da müsste ich nur Spießrutenlaufen. Nach gut einer Woche im Hotel finde ich endlich eine kleine bezahlbare Wohnung.