Tagebuch — OLLEROSEL.WTF

SchlagwortWohnraum

2019-11-20

Heute stand ein turnusmäßiger Besuch beim Ohrenarzt an. Also bin ich heute Morgen schon um 6°° Uhr aufgestanden. Die HNO-Praxis macht um 8°° Uhr auf und ich stehe schon eine halbe Stunde vorher vor der (noch verschlossenen) Tür. Damit war ich der erste Patient und um halb nach Neun war alles erledigt.

Die Deckenleuchten im Schlafzimmer und in der Küche sind etwas kompliziert zu reinigen. Heute habe ich die beiden Leuchten abgenommen, blitzeblank sauber geputzt und wieder angebracht. Und der letzte Akt vom Herbstputz war dann die Vitrine im Wohnzimmer. Alles ausgeräumt, von innen geputzt, die Gläser und sonstigen Kram gespült und wieder eingeräumt. Jetzt habe ich fertig.

Zu Mittag habe ich dann faulerweise im Bistro des örtlichen Supermarkts Hackbraten mit Kartoffeln und Mischgemüse gegessen und mir zum Nachmittagskaffee noch ein Teilchen mitgenommen.

Wofür ich heute dankbar bin:

  • dass alle Arzttermine für dieses Jahr erledigt sind

2019-11-07

Beim Wocheneinkauf im kleinen örtlichen Supermarkt (wo ich recht selten einkaufe) habe ich einen lieben Freund getroffen, der dort ganz in der Nähe wohnt. Das Gespräch mit ihm hat gut getan, am Mittwoch treffen wir uns im schönsten Biergarten des Heimatkaffs.

Dann geht’s weiter mit der Hausarbeit – im Wohnzimmer und in der Küche staubwischen und den Schreibtisch putzen. Morgen ist noch das Bad dran und dann ist für diese Woche alles fertig.

Wofür ich heute dankbar bin:

  • Freunde

1949 Nachkriegszeit

Wir befinden uns Ende der 40ziger Jahre in einem kleinen Ort am linken Niederrhein. Der zweite Weltkrieg ist seit einigen Jahren vorüber, der Schutt der zerbombten Häuser ist zum größten Teil schon weggeräumt und das „normale“ Leben in Friedenszeiten beginnt sich allmählich zu festigen. Flüchtlinge und Einheimische mussten mit dem knappen Wohnraum irgendwie zurechtkommen.

Wohnraum, das ist auch so etwas. Mein Elternhaus war ein Bahnhof mit zugehöriger Gaststätte. Altbau „von vor dem Krieg“ mit 3,8 m hohen Decken – ein Wohnzimmer, eine kleine Küche und Schafräume unter dem Dach. Darüber hinaus gab es eine Waschküche, die man nur über den Hof erreichen konnte. Zur Toilette musste man jedes Mal durch einen Flur und durch die Küche der Gaststätte gehen. Wie schon gesagt, der Wohnraum war knapp und man musste mit dem, was einem zugewiesen wurde, zurechtkommen. So ist es auch meinen Eltern ergangen.